VIA NOVA Lesung Constanze Becker & Konzert

VIA NOVA Lesung Constanze Becker & Konzert

Samstag 12. September 2026 11.00 Uhr, Kirche Hardehausen  

Wie geht das an, schöne Tochter?

 

Lesung

Constanze Becker: Christine de Pizan, Das Buch von der Stadt der Frauen

 

Konzert 

Ensemble ‹HfM-Percussion›

Detmolder Kammerorchester

Daniel Strabawa, Leitung

 

Rodion Shchedrin (1932 – 2025) Ballett in einem Akt nach Georges Bizets ‹Carmen› für Streichorchester und 47 Schlaginstrumente

 

Führungen

durch die Kirche und die Klosteranlage.

 

Mit Anmeldung: Bustransfer von und nach Corvey 10 €

Mit Anmeldung: Speisen mit Vorspeise und Dessert 20 €

 

Eingebettet in alte Laubwälder, idyllische Bachtäler mit Wiesen und Weiden, umgrenzt von einer hohen Bruchsteinmauer liegt das Kloster Hardehausen. Es blickt auf ein benediktinisches Erbe zurück, bevor im Jahr 1140 auf Einladung von Bischof Bernhard I. von Paderborn zwölf Mönche und ein Abt nach Hardehausen kamen und das dortige Zisterzienserkloster gründeten, das vielfältige Beziehungen nach Corvey unterhielt. Hinter dem ehemaligen Konventgebäude, dem Benedikt-Haus, und dem barocken Kreuzgang schließt sich die von den Architekten Schilling gebaute Kirche an: Hier befindet ‹man sich in einer Art Paradies im alten liturgischen Sinne›. Eine Art Paradies, eine Stadt der Frauen, wollte die hochangesehene Christine de Pizan (1364 – nach 1429) errichten. Sie war eine erfolgreiche Schriftstellerin, Philosophin und politische Denkerin. Das ‹Buch von der Stadt der Frauen› ist mittlerweile ein Klassiker der Weltliteratur. Die Femme de Lettres entwirft auf dem Papier eine Stadt, die Schutz und Bildung bietet, in der Menschen leben, die nicht nach sozialer Herkunft oder ererbtem Stand einen Zugang haben, sondern die ‹allen hochherzigen und rechtschaffenen Frauen› offensteht. Die Schauspielerin Constanze Becker wird lesen: ‹Lass uns hinaus aufs Feld der Literatur gehen: dort soll die Frauenstadt auf einem fetten und fruchtbaren Boden errichtet werden, wo alle Früchte wachsen, sanfte Flüsse fließen und die Erde überreich ist an guten Dingen jeglicher Art.› Die Baumeisterinnen dieses Zukunftsorts sind Vernunft, Rechtschaffenheit und Gerechtigkeit.

Die Jahrhunderte vergehen. 1845 schreibt Prosper Mérimée seine Novelle ‹Carmen›, die Georges Bizet 30 Jahre später zum Ausgang seiner Oper nimmt. Carmen ist die Femme fatale, die auf ihrer Freiheit und Leidenschaft besteht. Fast hundert Jahre später entsteht die Carmen-Suite des 1932 in Moskau geborenen Komponisten Rodion Shchedrin, unbestritten eine der umwerfendsten Bearbeitungen von Bizets zeitlosem Meisterwerk. Komponiert für die Bolschoi-Primaballerina Maja Plissezkaja, rhythmisch geschärft und voll unerwarteter Wendungen, gelang dem Wahl-Münchener mit der Suite der internationale Durchbruch. Shchedrin kleidet das Liebesdrama der Carmen in elektrisierende Klänge und taucht die bekannten Melodien in ein neues Licht – nicht zuletzt dank der ungewöhnlichen Besetzung für großes Streichorchester und 47 Schlaginstrumente, darunter Marimbas, Vibraphone, Bongos, Maracas, Kastagnetten, Crotales und Kuhglocken. Das Detmolder Kammerorchester und das Ensemble ‹HfM-Percussion› bringen die brillant orchestrierte Partitur wirkungsvoll zum Leuchten und entfalten ein unvergleichliches musikalisches Panorama.

Eine Kooperation von Via Nova Kunstfest Corvey mit Jugendhaus Hardehausen und Katholischer Landvolkshochschule Hardehausen.

Eintritt: 35 €, freie Platzwahl

[Kartenbestellungen online]

Per E-Mail: [vianova@corvey.de]

Telefonservice: [05231 570150]