Corveyer Sommerkonzerte 2022

Corveyer Sommerkonzerte 2022

Sehr geehrtes Publikum!

Die „Corveyer Sommerkonzerte“ präsentieren auch 2022 wieder Stars von morgen.

In diesem Jahr wird die grandiose 1200-jährige Geschichte der Welterbestätte Corvey thematisiert, deren Gründung auf das Jahr 822 zurückgeht. Jedes der vier Konzerte bezieht sich inhaltlich auf historische Fixpunkte, vorgetragen von etablierten, teils weltberühmten Spitzenensembles sowie jungen Preisträgerinnen und Preisträgern bedeutender Wettbewerbe, die schon eine beeindruckende Vita vorweisen können.

Aufführungsorte sind der 1200 Jahre alte Johanneschor im Westwerk der Kirche, der Kreuzgang des ehemaligen Klosters und der Kaisersaal.

Seien Sie herzlich eingeladen zu großartiger Musik in grandiosen Räumen, dargeboten von Musikerinnen und Musikern der Extraklasse!

Prof. Martin Christian Vogel, Künstlerischer Leiter

 

Konzerttermine „Corveyer Sommerkonzerte 2022“:

 

Sonntag, 15. Mai 2022 um 17 Uhr

 

822 – Gründung des Klosters

ARD – Preisträgerin Violine im Dialog mit dem Vokalensemble „amarcord“

 

Das erste Konzert findet im original erhaltenen Johannischor des Westwerks statt und präsentiert Musik aus der Entstehungszeit des Klosters und den folgenden Jahrhunderten mit dem weltweit renommierten Vokalensemble „amarcord“ aus Leipzig. Im Wechsel mit ihrem Gesang erklingt eines der berühmtesten und bedeutendsten Werke der musikalischen Weltliteratur, nämlich die „Partita d-Moll für Violine allein” von Johann Sebastian Bach. Diese wird auf der Kaiserempore gespielt von der Preisträgerin des diesjährigen ARD-Wettbewerbs Alexandra Tirsu.

 

amarcord

Wolfram Lattke          Tenor

Robert Pohlers           Tenor

Frank Ozimek             Bariton

Daniel Knauft             Bass

Holger Krause            Bass

Unverwechselbarer Klang, atemberaubende Homogenität, musikalische Stilsicherheit und eine gehörige Portion Charme und Witz sind die besonderen Markenzeichen von amarcord. Das äußerst facettenreiche und breitgefächerte Repertoire umfasst Gesänge des Mittelalters, Madrigale und Messen der Renaissance, Kompositionen und Werkzyklen der europäischen Romantik und des 20. Jahrhunderts sowie A-cappella-Arrangements weltweit gesammelter Volkslieder und bekannter Songs aus Soul und Jazz.

Das Vokalensemble ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe (Tolosa/Spanien, Tampere/Finnland, Pohlheim/Deutschland, 1. Chor-Olympiade in Linz/Österreich). Im Jahr 2002 gewann amarcord den Deutschen Musikwettbewerb. Regelmäßig gastiert die Gruppe bei den bedeutenden Musikfestivals. Zahlreiche Konzerttourneen führten die Sänger in über 50 Länder und auf nahezu alle Kontinente der Erde.

Zahlreiche CDs dokumentieren eindrucksvoll die Facetten des Repertoires und werden vielfach mit Preisen (ICMA, Contemporary A Cappella Recording Award, ECHO Klassik, Supersonic Award etc.) ausgezeichnet.

 

Alexandra Tirsu

Die Geigerin ist Preisträgerin und Publikumspreisträgerin des renommierten ARD-Wettbewerbs 2021 sowie der Seoul International Music Competition 2018 und der Osaka International Competition 2014. Zu den jüngsten Höhepunkten zählen Debüts in München mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks im Herkulessaal und dem Münchner Kammerorchester im Prinzregententheater. Alexandra trat an Veranstaltungsorten wie dem Wiener Konzerthaus, der Berliner Philharmonie, der Elbphilharmonie und der Laeiszhalle Hamburg, in Peking, Shanghai und Seoul auf. Sie spielt auf einer Geige von Francesco Gofriller (Ex Willy Boskovsky).

Tickets bestellen (30/25 €)

 

 

Sonntag, 19. Juni 2022 um 17 Uhr

 

1622 – 1722 Zerstörung und Wiederaufbau

Marimba im Zwiegespräch mit Vokalensemble „Seicento vocale“

 

Die europäische Erfolgsgeschichte des Klosters endete zunächst mit der weitgehenden Zerstörung von Kirche und Kloster im 30-jährigen Krieg um 1622 und wurde dann fortgesetzt mit Wiederaufbau und Weiterbetrieb von Kirche und Kloster um 1722. Aus dieser Zeitspanne erklingt Musik im zweiten Konzert im Kreuzgang des Klosters mit dem Vokalensemble „Seicento Vocale“, das sich in den vergangenen Jahren einen exzellenten Ruf in der Szene der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts erworben hat. Dieses Ensemble trifft die 1. Preisträgerin des Im Oktober 2021 durchgeführten Internationalen Percussion/Marimba-Wettbewerbs “World Percussion Movement” Yu Hagihara.

 

Seicento vocale

Seit 2016 realisiert Seicento vocale im Raum Westfalen-Lippe herausragende Konzerte mit Musik des Frühbarock mit flexiblen Besetzungen aus jungen, professionellen
Ensemblesängerinnen und -sängern. Auch Werke der Moderne mit Bezügen zum 17. Jahrhundert sind Teil der Programme. Die Arbeit fokussiert sich dabei auf eine historisch informierte Aufführungspraxis, die einen homogenen Chorklang mit den solistischen Stärken der Sängerinnen und Sänger verbindet.
Die musikalische Leitung des Ensembles liegt in den Händen von Jan Croonenbroeck, derzeit als Kapellmeister und Studienleiter am Staatstheater Darmstadt tätig, sowie Alexander Toepper, Organist, Kantor und Chorleiter an der Stadt-und Marktkirche St. Lamberti in Münster

 

Yu Hagihara

Die 1995 in Japan geborene Künstlerin setzte nach ihrem Bachelorstudium in Japan Ihr Studium an der Hochschule für Musik Detmold fort.

Im November 2015 gewann sie beim Miyanichi-Musikwettbewerb in Japan den 1. Platz.

Im April 2021 errang sie beim Internationalen Marimba-Wettbewerb in Bamberg den 1. Platz sowie den Spezialpreis. Im Oktober 2021 wurde sie mit dem 1. Preis beim Internationalen Percussion/Marimba-Wettbewerb “World Percussion Movement” ausgezeichnet.

Tickets bestellen (30/25€)

 

 

Samstag, 2. Juli 2022 um 18 Uhr

 

1822 – 1000 Jahre Kloster Corvey

 

„Ältestes Streichquartett der Welt“ trifft auf Klaviervirtuosen

 Das dritte Konzert bezieht sich bei seiner Programmauswahl auf die beeindruckende und großartige 1000-jährige Geschichte des Klosters Corvey um das Jahr 1822. Fast auf das Jahr genau 1000 Jahre nach seiner Gründung wurde das Kloster nach dem Tod des letzten Abtes säkularisiert und in das Schloss Corvey umgewandelt. Die Geschichte als Kloster fand damit ihr Ende. In Reminiszenz an die 1000-jährige Klostergeschichte sollen im Konzert Gipfelwerke aus der Zeit um 1822 erklingen. Dargeboten werden Werke von Beethoven, die als zeitlose Höhepunkte der abendländischen Musikgeschichte bezeichnet werden können und in die DNA der europäischen Kulturgeschichte eingegangen sind, so die letzte Klaviersonate op.111 von 1822 und das 1825 entstandene Streichquartett op.132.

Das Gewandhausquartett des Gewandhausorchesters Leipzig musiziert mit dem Gewinner des Internationalen Brahms-Klavierwettbewerbes Detmold 2021 Jonas Aumiller.

 

Gewandhaus-Quartett

Das Gewandhaus-Quartett blickt heute auf eine Geschichte von mehr als 200 Jahren zurück, sich von Generation zu Generation erneuernd und immer wieder verjüngend. Aktuell musiziert das Ensemble in der Besetzung Frank-Michael Erben, Yun Jin Cho, Luke Turrell und Valentino Worlitzsch. Neben den Auftritten im eigenen Haus konzertierte das Gewandhaus-Quartett mit großem Erfolg auf Kammermusikfestivals in vielen Ländern Europas, in Japan, den USA und Südamerika. In Privataudienz gaben die vier Musiker Konzerte vor dem japanischen Kaiser Akihito und dem britischen Thronfolger Prinz Charles sowie im Palacio Real Madrid vor dem spanischen König. Mit der japanischen Fernsehgesellschaft NHK entstanden Filmproduktionen klassischer Musik. Die Aufnahme der späten Quartette von Beethoven wurde von der Zeitschrift „Klassik heute“ als „maßstabsetzende Interpretation“ und das Gewandhaus-Quartett als „eine der besten Quartettvereinigungen der Welt“ bezeichnet. Das gesamte Streichquartettwerk Beethovens wurde 2004 mit dem Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik in der Kategorie Kammermusik ausgezeichnet.

 

Jonas Aumiller

wurde 1998 in München geboren. Der junge Pianist ist Gewinner des Brahms-Wettbewerbs Detmold 2021 und des Finalistenpreises beim Vendome Prize New York 2022.

Er war Finalist beim Busoni-Wettbewerb 2019, ist Preisträger des Ettlinger Klavierwettbewerbs 2018 und gewann erste Preise beim Premio Roberto Melini (Baselga di Piné), bei PianoTalents (Mailand), beim Kleinen Schumann Wettbewerb (Zwickau) und bei der Mary Smart Concerto Competition (New York).

Jonas Aumiller konzertierte 2013 im Schloss Bellevue in Berlin. Er gab Recitals in der renommierten deutschen Konzertreihe Winners and Masters in München, beim Schleswig-Holstein Musik Festival, bei der International Academy of Music in Italien, der Mozart Foundation Italy und beim Summit Music Festival in New York.

Er ist ehemaliger Stipendiat der Jürgen-Ponto-Stiftung und der Deutschen Stiftung Musikleben; derzeit ist er Stipendiat der Pierino Ambrosoli Foundation.

Er erhielt ein Graduate Diploma der Juilliard School (New York) und studiert aktuell am Cleveland Institute of Music bei Sergei Babayan.

Tickets bestellen (30/25€)

 

 

Sonntag, 17. Juli 2022 um 17 Uhr

 

2022 – 1200 Jahre Welterbe Corvey

Von Gregorianik bis Pop

 

Die Konzertreihe der Corveyer Sommerkonzerte beschließt das Ensemble „pop up“ aus Detmold. Populäre Musik mit jungen Spitzeninterpreten: Von Gregorianikbezügen aus der 1200-jährigen Geschichte bis hin zu Pop-Bearbeitungen deutscher Volkslieder wird unter der Leitung von Anne Kohler zeitgenössische Musik vom feinsten hochprofessionell dargeboten. „Star von morgen“ ist die beim Bundeswettbewerb Gesang Berlin 2021 mit dem 1. Preis ausgezeichnete Münchner Sängerin und Schauspielerin Rebecca Lorenz.

 

Pop-Up

heißt das 30-köpfige Vokalensemble der Hochschule für Musik Detmold.

Pop-Up sucht das musikalische Miteinander und ist stets auf der Jagd nach neuen, spannenden Arrangements, die überwiegend eigens für das Ensemble geschrieben werden.

Farbige Pop-Sounds, pulsierende Rhythmen, ein homogener Ensembleklang und lebendige Präsentationen sind Charakteristika des Chores.

Pop-Up nahm an der VocCologne und dem Aarhus Vocal Festival teil und sang als Background-Chor der Rolling Stones in der Düsseldorfer Esprit-Arena vor 50.000 Zuhörern.

Im Jahr 2017 gewann das Ensemble den 1. Preis im Internationalen Kammerchorwettbewerb in Marktoberdorf und 2018 den Deutschen Chorwettbewerb.

 

Anne Kohler

ist Gründerin und Leiterin des Ensembles.

Sie studierte in Hamburg Schulmusik sowie Dirigieren und Gesang in Karlsruhe.

Seit 2009 ist Anne Kohler Professorin für Chorleitung an der Hochschule für Musik in Detmold.  Seit 2021 leitet sie den Bundesjugendchor Deutschland.

 

Rebecca Lorenz

geboren 1997, absolvierte 2022 ihr Studium an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. Sie ist als Sängerin, Darstellerin und Synchronsprecherin sowie als Pianistin tätig. Im Dezember 2019 gewann sie beim Bundeswettbewerb Gesang Berlin den Charles-Kalman-Chansonpreis und im Juni 2021 den 1. Preis Chanson des Regierenden Bürgermeisters von Berlin für Musical und Chanson.

Aktuell lebt sie in Wien und war dort zuletzt im Schauspielhaus Wien in der Uraufführung „Oxytocin Baby“ zu sehen.

Tickets bestellen (30/25€)