VIA NOVA Lesung Gerd Wameling, Capella de la Torre

VIA NOVA Lesung Gerd Wameling, Capella de la Torre

Freitag, 6. September 2024 19.30 Uhr, Schloss Corvey, Kaisersaal

 

 

Lesung mit Musik

Gerd Wameling und Capella de la Torre Ltg. Katharina Bäuml

Galileo Galilei (1564 – 1642) Nachricht von neuen Sternen

Bertolt Brecht Leben des Galilei,

‹Wenn Renaissancemusik groovt›, so beschreibt der Deutschlandfunk die Musik von Capella de la Torre unter der Leitung von Katharina Bäuml. Durch die Auswahl der Stücke und die moderne Interpretation ermöglicht der Abend einen einzigartigen Einblick in die Musik Monteverdis. Katharina Bäuml hat besondere Werke ausgewählt, die sowohl Monteverdis 20-jährige Tätigkeit als Hofmusiker in Mantua als auch sein 30-jähriges Wirken als Kapellmeister an der berühmten Markus-Kirche in Venedig widerspiegelt. Gerd Wameling ist mit Galileis Brief an Cosimo von Medici zu hören sowie liest von Galileis Revolution, wie sie Bertolt Brecht gesehen hat.

Claudio Monteverdi (1567 – 1643) Erinnerungen, Madrigale, Scherzo musicale und Selva morale e spirituale

Person und Werk Monteverdis können, metaphorisch gesprochen, als Teil eines Sternbilds der grossen Denker, Naturwissenschaftler, Autoren und Maler um 1600 verstanden werden, unter ihnen Grössen wie Kepler, Galilei, Bacon, Shakespeare, Caravaggio, Rubens. Monteverdi, der Musiker, Komponist, in Musik Denkende und Empfindende, gehört gemeinsam mit jenen zu einer exquisiten Gemeinschaft geistesgeschichtlicher Neuerer, die im ersten Drittel des 17. Jahrhunderts die Welt und den Menschen neu gesehen und den Kulturraum Europa für immer verändert haben. Sie korrespondierten, reisten, trafen sich. Am Hof der Gonzagas in Mantua beispielsweise weilten im März 1604 gleichzeitig Galilei, dem Gonzaga womöglich militärische Bau- und Planungsaufgaben anvertrauen wollte; Rubens, den der Herzog jüngst als seinen Hofmaler angeworben hatte; und Monteverdi.

Der Anstoss, Neues zu erforschen, erwuchs aus empirischer Entdeckerfreude. Gleichzeitig beruhte das neue Sehen und Hören auf der Vorstellung von einer höheren Harmonie im Denken. So fusste Galileis Vermessung des Sonnensystems einerseits noch immer auf der antiken Idee von der Harmonie der Sphären. Zugleich aber erblickte Galilei andererseits dank dem Fernrohr als erster Mensch die Realität der Milchstraße – als Myriade von Sternen. Galilei hat wie kaum ein anderer Wissenschaftler die Gemüter der Menschen über vier Jahrhunderte bewegt. Er ist Begründer der modernen Wissenschaft.

Mit Pause

 

Eintritt 40 / 35 / 30 € 

[Kartenbestellungen online]

Per E-Mail: [vianova@corvey.de]

Telefonservice: [05231 570150]